Windenergie - Windkraftanlagen

Grundstückseigentümer erhalten Post von Projektentwicklern


Beim Markt Gangkofen haben sich Grundstückseigentümer gemeldet, die Ende Mai 2025 Schreiben eines Projektentwicklers erhalten haben mit dem Bezug Interessensabfrage Windenergie in Gangkofen.


In dem Schreiben wird auf den Regionalen Planungsverband Landshut und der dortigen Ausweisung von Windvorranggebieten verwiesen und dass es nun um die Gewinnung eines Stimmungsbildes zur möglichen Entwicklung von Windparks ginge.Es wird weiter ausgeführt, dass großer Wert unter anderem auch auf einen engen Dialog mit Eigentümern und Gemeinden gelegt werde. Zum Schluss ist eine Antwortvorlage beigefügt, auf der drei Ankreuzmöglichkeiten vorgegeben sind und Kontaktdaten ausgefüllt werden können.


Der Markt Gangkofen stand bislang zu keiner Zeit mit dem Projektentwickler in Kontakt und es gab keine Vorabinfo über das jetzt ergangene Anschreiben. Der Markt Gangkofen weist zudem darauf hin, dass die neuen Windvorranggebiete noch nicht im Regionalplan fortgeschrieben sind und es noch zu Änderungen kommen kann. Es läuft derzeit die Abwägung der bis Ende Mai 2025 erfolgten Einwendungen im Beteiligungsverfahren der Öffentlichkeit und Fachbehörden.


Grundsätzlich geht es Projektentwicklern um die Sicherung von Flächen und den möglichst raschen Abschluss eines Pachtvertrages mit Grundstückseigentümern.

 

Aus Sicht des Marktes Gangkofen sollte dabei bedacht werden, dass solche Pachtverträge in der Regel sehr langfristig sind (20 – 30 Jahre). Es werden evtl. vergleichsweise hohen Pachtzahlungen vorangestellt und beworben, das „Kleingedruckte“ wird dabei oft übersehen oder zu wenig oder gar nicht beachtet. Themen wie steuerliche Auswirkungen (z.B. bei Entnahme, Hofübergabe, Grundsteuer), Rückbaubestimmungen mit Eintrag entsprechend hoher Bürgschaften, Pachtzahlungen wenn Vorhaben nicht begonnen werden, Gerichtsstandort in Deutschland, sollten von vornherein klar geregelt sein. Einmal abgeschlossene Verträge einseitig ändern zu wollen, könnte problematisch werden.


Vor Abschluss eines Vertrages sollte daher juristischer Rat eingeholt werden, z.B. über den Bayerischen Bauernverband und deren Juristen.
Auch in der Geschäftsleitung des Rathauses Gangkofen können Sie sich natürlich gerne bei weiteren Rückfragen melden; allerdings können wir keine juristischen oder steuerlichen Fragen beantworten.